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Wanderungen
In die Göynük-Schlucht Von Beldibi (Palm Beach) machten wir eine größere Wanderung. Zu viert spazierten wir der Göynük-Schlucht entgegen. Erst einmal die Strasse nach Göynük entlang bis zur Strassenbrücke über den zur Zeit (Oktober) noch trockenen Göynük Cayi. Dann hinüber auf die andere Seite, einer kleinen Teerstrasse folgend. Wir passierten mehrere Wohnhäuser und „Ali´s Café“. Auf der anderen Seite des Flußlaufes blieb Göynük hinter uns zurück. Der Weg wurde schlechter, war aber immer noch befestigt. An einigen Stellen hatte der Fluß im Frühjahr Teile des Weges fortgespült, aber Ali hatte dafür gesorgt, daß man – mit festem Schuhwerk – gefahrlos weiterlaufen konnte. Wir waren bereits 1,5 Stunden gewandert, als unsere Ehepaar aus Kevelaer umdrehen wollten. Sie hatten sich zur Massage angemeldet und befürchteten, sich sonst zu verspäten. Das akzeptierten wir. Allerdings wollten Katharina und ich die Schlucht noch weiter erwandern. Und wenn es ginge, bis zum Wasserfall. Also trennten wir uns. Kurz darauf erreichten wir eine Stelle, wo unwahrscheinlich viele botanische Alpenveilchen wuchsen. Oder waren es „Taurus-Veilchen“? Egal. Fotos schießen. Dann kam der Ort, wo wir den Fluß - hier hatte er noch Wasser - queren mußten. Hier hatte Ali sogar einen kleinen Steg installiert. Danach wurde der Weg besser, denn er verlief jetzt oberhalb des Flußlaufes und wurde daher von den Fluten der winterlichen Regenfälle nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen. Tapfer stiefelten wir bergauf. Weit vor uns sahen wir andere Wanderer den Pfad zu Wasserfall gehen. Bis dahin waren es bestimmt noch 30 Minuten. Vorsichtshalber befragten wir ein uns entgegenkommendes Pärchen, nach der vor uns liegenden Strecke. Und mit geschätzten 30 Minuten lag ich gar nicht so verkehrt. Das heißt eine halbe Stunde hin, die gleiche Zeit zurück. Wir überlegten kurz, stiefelten dann aber doch mutig weiter. Die Dunkelheit würde uns in den Bergen sicherlich nicht überraschen. Und der Weg bis zum Wasserfall lohnte sich. Oben angekommen, hatten wir sogar das Glück, auf einen Einheimischen zu treffen, der uns mit seinem Boot gegen einen geringen Obolus bis an den Wasserfall schippern wollte. Sehr gern nahmen wir dieses Angebot an. Denn sobald würden wir diesen Weg nicht noch einmal in Angriff nehmen. Der Rückweg gestaltete sich als nicht mehr so mühsam, zog sich aber ganz schön in die Länge. Denn als wir wieder an Ali´s Cafe vorbei kamen, merkten wir doch, daß uns diese Wanderung Kraft gekostet hatte. Und noch mindestens 3 Kilometer lagen vor uns. So schlapp wie wir waren, käme uns diese Strecke sicherlich noch viel länger vor. Aber wir hatten wieder mal Glück. Denn kaum hatten wir Ali´s Etablissement hinter uns gelassen, kam von hinten ein größerer Bus herangebraust, der auch sofort anhielt, als wir uns umdrehten. Wieder mal ein typisches positives Erlebnis.
Rund um Avsallar Ein Spaziergang, egal an welchem Ort die Ferienanlage auch liegt, lohnt sich immer. Besonders in den Urlaubsgebieten entstehen viele “Villen” und Mietshäuser. Die Bevölkerung wächst hier unaufhörlich, denn mit jedem neuen Hotel ziehen neue Bewohner aus der Zentraltürkei an die Küste. An den “Villen” haben sich die Architekten ausgetobt. Kein 08/15 - Bau europäischer Prägung ist dabei. Nur die Mietshäuser sind eher simpel gestrickt. Dafür aber ungemein farbenfroh. Auffällig ist, das jede Wohnung über einen ungemein großen Balkon verfügte. Dies zeigt deutlich, daß sich das Leben, zumindest im Sommer, nächtens auf dem Balkon abspielt. Sicherlich werden während der heißen Jahreszeit hier draußen auch die Betten aufgeschlagen. Jeder Balkon wies einen Kamin auf, der als Grill genutzt wurde. Durch den Kamin zog der Rauch nach oben und belästigte keine Nachbarn. Ein Teil der Einfamilienhäuser und Wohnungen werden den Europäern (zu stark überhöhten Preisen) angeboten. Obendrein finden sich in diesen Gemäuern viele versteckte Mängel. Die mindere Qualität dieser Häuser und die einfache Ausbildung der Handwerker hat Ina auf ihrer SEITE ganz herrlich beschrieben. (Einen Tag auf dem Bau geholfen, schon ist man(n) Maurer. Zwei Tage als Maurer gearbeitet ist man(n) Meister und selbständig). Auf diese Spaziergängen finden sich immer wieder schöne Fotomotive. So der einsame Bauer mit seinem Esel, oder der Hinweis auf einen Reitstall mit Arabern, bei dem man dann aber auf ein Dromedar stößt.
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