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Eine Stippvisite in Perge
Auf einer Fahrt nach Antalya machten wir einen kurzen Abstecher nach Perge. Auf der D400, in der Ortschaft Aksu war der Hinweis auf diese Ruinenstätte sehr gut ausgeschildert. Wir konnten die Ruinen von Perge nicht verfehlen.
Gleich hinter dem ersten Eingangstor parkte ich unser Fahrzeug am Strassenrand - im Schatten. Wir spazierten zwischen den Resten des eingezäunten Theaters und des Stadions die Strasse entlang, bis wir einen Durchgang zum Stadioninneren fanden.
Das Stadion selbst war auf der Nordseite noch recht gut erhalten. Und es schienen hier auch Veranstaltungen abgehalten zu werden, denn zwischen den Trümmern und Wildblumen war eine Bühnenplattform aufgebaut. Ein Trampelpfad führte uns zu einem gegenüberliegenden Durchbruch, vor dem eine Türkin lautstark ihre Handarbeiten (für 1 bis 2 Euro) anbot. Nach Durchschreiten dieses Durchganges erreichten wir den großen Parkplatz und das obligatorische Kassenhaus. Aber der Eintrittspreis von 10 YTL erschien uns als zu happig für diese ansonsten mittels hohem Zaun hermetisch abgeriegelten Trümmerlandschaft, die, so mein Eindruck, nicht an die Bedeutung von Anamuryum (siehe auch Fahrt nach Anamur) oder Sagalassos (ca. 100 km nördlich Antalya - Richtung Budur) heranreicht. Die bescheidenen Reste von Perge sind schon eher vergleichbar mit der antiken Stadt Selge (siehe Köprülü Kanyon). Allerdings mit dem Unterschied, daß die Fahrt nach Altinkaya erheblich reizvoller ist, als nach Aksu. Daher versuchte ich, mit dem Camcorder ein paar Sequenzen einzufangen, ohne zu wissen, welche Ruinenteile ich aufgenommen hatte. Aber zumindest geben sie einen Überblick über die Größe der eingefriedeten antiken Stadt.
Mich wunderte nur, warum um dieses Ausflugsziel in den Reisebroschüren so viel Wirbel gemacht wird. Ich hatte den Eindruck, hier sollten die Touristen nur abgezockt werden.
Perge ist das Eintrittsgeld nicht wert.
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