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Türkeinachrichten
Brüssel, Juni 2010
EU forciert Beitrittsprozess der Türkei
Die Europäische Union (EU) forciert die Beitrittsgespräche mit der Türkei. Bereits in der kommenden Woche soll nach Informationen der Frankfurter Rundschau (FR) ein neues Kapitel in den Verhandlungen mit Ankara in Angriff genommen werden. Die EU-Mitgliedstaaten billigten am Freitag im Grundsatz eine entsprechende Initiative des spanischen Ratsvorsitzes. Eine formale Entscheidung soll am kommenden Mittwoch in der wöchentlichen Runde der Brüsseler EU-Botschafter fallen, der letzten Sitzung unter der Leitung Spaniens. Am Tag darauf übernimmt Belgien den Vorsitz. Bei dem neuen Verhandlungskapitel handelt es sich laut FR um den wichtigen Themenbereich Lebensmittelsicherheit.
Es geht darum, die einschlägigen Vorschriften in der Türkei den EU-Standards anzupassen. Der Schritt der Europäer hat zugleich eine erhebliche politische Bedeutung. Die Spanier wollen ihn, der FR zufolge, als Signal dafür verstanden wissen, dass es die EU weiterhin ernst meint mit der geplanten Aufnahme der Türkei. Das Verhältnis zwischen dem Land und der Gemeinschaft ist zurzeit wegen der Annäherung Ankaras an den Iran und seiner heftigen Kritik an Israel getrübt.
Kritiker der Türkei vertreten die Auffassung, dass sich das Land vom Westen abwende und sich zur muslimischen Welt hin orientiere. Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei laufen seit knapp fünf Jahren. Sie sind in 35 Themenblöcke ("Kapitel") unterteilt. Elf davon sind eröffnet und erst eines bereits geschlossen. Acht weitere sind wegen des Zypern-Konflikts auf unbestimmte Zeit blockiert. (Quelle: Frankfurter Rundschau)
Wien, Juni 2010
Urlaubseuro in 2010 weniger wert
Wer im Sommer günstiger urlauben will als im Vorjahr, sollte besser nicht in die Türkei oder nach Übersee
fliegen. In diesen Gebieten bekommt man nämlich in diesem Jahr wegen des schwächeren Euros deutlich weniger für sein Geld. "Neben der Abwertung des Euro zu fast allen Währungen der Welt war dafür auch die teilweise deutlich höhere Preissteigerung in vielen Regionen verantwortlich, sagte Bank-Austria-Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer mit Blick auf die türkische Inflationsrate von fast 10 Prozent. Wer in der Türkei für 100 Euro einkauft, bekommt aber immer noch Waren und Dienstleistungen im Wert von 125 Euro - nach 151 Euro im Vorjahr. (Quelle: Krone.at)
Fethiye, Juni 2010 Protestaktion: Türkisches Hotel hält Delphine im Swimmingpool! Eine geplante “Attraktion” wurde zum Schuß, der nach hinten losging: In Hisarönü bei Fethiye hält ein Hotel Delphine im Minipool zum ”Delphinschwimmen”. Unglaublich, mit welch unbekümmerter Einstellung sich manche Menschen über die Bedürfnisse von Tieren hinwegsetzen: Wie oe24.at berichtet, hält ein Hotel in Hisarönü bei Fethiye zwei Delphine im nur 11 x 22 Meter großen Minipool. Der Grund: Das Hotel will seinen Gästen die Möglichkeit bieten, mit den Delphinen zu schwimmen. Nun sorgt eine Protestaktion auf den Webseiten von “Facebook” für eine Welle der Empörung gegen die vollkommen unartgerechte Haltung der sympathischen Meeressäuger. Hotelbesitzer Alexander Kusnetsow ficht das indessen gar nicht an. Laut oe24.at sagte er zu den Vorwürfen: “Hisarönü braucht so etwas. Ansonsten haben Touristen hier nur Bars und Restaurants.” Außerdem ist er weiterhin der Meinung: ”Touristen werden begeistert sein.” Der öffentliche Druck wird ihm jedoch sicherlich zeigen, daß das kaum der Fall sein wird. (Quelle: tourexpi)
Datca, Mai 2010 Aus für das erstes FKK-Hotel in Datca Das in der Nähe des türkischen Ferienorts Datca liegende FKK-Hotel Adaburnu Gölmar warf nun nach Behinderungen bei der Zulassung das Handtuch - 2.700 Buchungen mußten storniert werden. Sogenannte “islamische Hotels”, in denen weibliche Gäste streng von den männlichen getrennt sind und auch in den gesamten Körper verhüllenden Badekleidern - “hasema” genannt - im Meer schwimmen, sind möglich - FKK-Hotels jedoch nicht. Das ist das Fazit des Versuchs des Hotels Adaburnu Gölmar Tesisleri, mit einer Kapazität von 175 Betten und einem Gelände von 14 Morgen Fläche FKK-Urlaub in der Türkei anzubieten. (Quelle: tourexpi)
Ankara, Mai 2010 Provinz Mersin wird neues Urlaubsgebiet Hüseyin Aksoy, Gouverneur der Provinz Mersin, betonte die guten Chancen, die Mersin als ein aufstrebende, neue Urlaubsdestination besitzt und gab in der Fernsehsendung “Tourismus-Parlament” Auskunft über konkrete Vorhaben und aktuelle Zahlen. Zu den auszubauenden Gebieten gehören ihm zufolge die Region Tarsus-Kazanli, wo Investoren bereits Grundstücke zur Verfügung gestellt wurden. Dort sollen 2 Golfanlagen, Hotelanlagen mit 7.600 Betten sowie ein Kongresszentrum entstehen. Erste Urlauber werden dort für das Jahr 2013 erwartet. Gouverneur Aksoy erläuterte jedoch auch, daß die Provinz Mersin - von Anamur im Westen bis Tarsus im Osten - insgesamt 8 Urlaubsgebiete erhalten soll, wobei für 7 davon bereits konkrete Planungen im Gange sind. Besondere Bedeutung soll dabei auch ein Wintersportzentrum im Gebiet Karbogazi in den Bergen des Hinterlandes erhalten. Insgesamt verfügt die Provinz Mersin über 321 km Küsten, die für den Badeurlaub geeignet sind. Doch sollen zusätzlich auch alternative Tourismusformen wie Gebirgstourismus, Religionstourismus sowie Kulturreisen zu den an historischen Sehenswürdigkeiten reichen Region entwickelt und angeboten werden. Dazu arbeitet man sowohl mit der EU als auch mit zivilgesellschaftlichen Initiativen vor Ort eng zusammen. Zu den Projekten, die bald abgeschlossen werden können, zählt auch die Anlage von zwei Yachthäfen. (Quelle: tourexpi) Wäre dieses Gebiet auch für dich ´nen Urlaub wert?
Istanbul, Mai 2010 Istanbul erhält dritte Brücke über den Bosporus Die türkische Metropole Istanbul erhält eine dritte Autobahnbrücke von Europa nach Asien. Die rund 1,3 Kilometer lange und 4,5 Milliarden Euro teure Brücke über den Bosporus wird rund 30 Kilometer nordöstlich der Innenstadt in der Nähe des Schwarzen Meeres gebaut, wie Verkehrsminister Binali Yildirim in Ankara mitteilte. Das Projekt dient der Entlastung der beiden bereits bestehenden Bosporusbrücken, auf denen jedes Jahr mehr als 100 Millionen Fahrzeuge von einem Kontinent zum anderen fahren. (Quelle: AFP)
Datca, Mai 2010 Erstes FKK-Hotel schon wieder vor Schließung? Nur wenige Tage nach seiner Eröffnung steht das erste FKK-Hotel der Türkei möglicherweise schon wieder vor der Schließung. Medienberichten zufolge bemängeln die Behörden beim "Adaburnu Gölmar Oteli" Verstöße gegen Bauvorschriften. Hotel-Vertreter Ahmet Kosar wurde mit den Worten zitiert, es liefen noch einige Anträge bei den Behörden. Dennoch hätten diese kurzfristig die Schließung angedroht - und das, obwohl sich derzeit acht Gastfamilien in der Anlage in der südwesttürkischen Provinz Mugla aufhielten. Das vor allem für ausländische Gäste gedachte 175-Betten-Hotel mit eigenem Strand war am vergangenen Wochenende eröffnet worden. Die Betreiber hoffen insbesondere auf Kunden aus Deutschland. In der Türkei hatte die Eröffnung des Hotel großes Aufsehen erregt. Kosar vermutete, die angeblichen Baumängel dienten lediglich als Vorwand, um das Hotel schnell wieder schließen zu können. Das sei nicht hinnehmbar, sagte er. (Quelle: Spiegel) War doch vorauszusehen - oder?
Datca, Mai 2010 Das erste FKK-Hotel in der Türkei eröffnet In der Nähe von Datca an der Türkischen Ägäis wurde am 1. Mai das erste offiziell genehmigte FKK-Hotel eröffnet. Das Hotel mit 175 Betten liegt in Emecik Köyü im Landkreis Datca. Nach zwei Jahren Bauzeit wird es das erste Nudisten-Hotel der Türkei sein. Das “Adaburnu Gölmar Otel” hat bereits eine umfangreiche Internetseite und schon zahlreiche Buchungen aus dem Ausland. Der Marketingdirektor des Hotels, Ahmet Kosar, teilte mit, dass das Hotel mit sieben Agenturen in Europa zusammenarbeitet. Diese sind in Deutschland, England, Holland, Frankreich, Italien, Norwegen und der Schweiz. Künftig kommen noch Israel und Russland dazu. Die Verkäufe für das FKK-Hotel werden über Agenturen im Ausland laufen. Aus der Türkei werden keine Gäste angenommen. Türkische Interessenten können aber über Agenturen im Ausland buchen. Die Gäste werden sich nur auf dem Hotelgelände nackt bewegen können. Ausserhalb des Hotels, zum Beispiel an öffentlichen Stränden, ist das verboten. Das Hotel hat einen eigenen Strand an der Bucht Cakal, wo die Gäste nackt baden können. Im Hotel wird türkisches Personal arbeiten. Zur Markteinführung werden zunächst niedrige Preise angeboten. Sie liegen bei All Inclusive pro Person bei 70 Euro. Später hofft man dann auf zahlungskräftigere Gäste aus dem Ausland. Übrigens: Nahe Antalya gibt es schon seit Längerem ein Hotel, in dem die Urlauber sich freimachen dürfen. Der “Sundance Naturclub” hatte bisher die einzige FKK-Lizenz in der Türkei, bezeichnet sich selbst aber nicht explizit als FKK-Hotel. Homepage des Adaburnu Gölmar: http://www.performanstur.com/fkk/index.htm (Quelle: Tourexpi) War das überfällig? Wie ist Deine Meinung dazu?
Trabzon, Mai 2010 Schon wieder Arche Noah gefunden? Forscher aus der Türkei und aus China haben nach eigenen Angaben auf dem biblischen Berg Ararat im Osten der Türkei die Überreste der Arche Noah gefunden. Sie präsentierten als Beweise Holzstücke und Überreste von Seilen. Das meldet die türkische Tageszeitung “Vatan”. Die Forscher einer christlichen Organisation wollen in einer Höhe von 4000 Metern am Ararat eine schiffsähnliche hölzerne Struktur gefunden haben. Das Alter des Zypressen-Holzes sei auf etwa 4800 Jahre datiert worden. Er sei sich zu “99,9 Prozent” sicher, daß es sich bei den gefundenen Holzresten um die Arche handele, sagte der Dokumentarfilmer und Expeditionsteilnehmer Yeung Wing Cheung aus Hongkong. Das Schiff sei im Inneren in kleine Ställe eingeteilt, wie sie zum Transport von Tieren gebraucht würden. Die Expedition im vergangenen Oktober wurde von der christlichen Gruppe “Noah's Ark Ministries International” (NAMI) aus Hongkong organisiert. Laut “Vatan” soll der genaue Fundort der angeblichen Arche geheim gehalten werden, bis die türkischen Behörden das Gebiet für Ausgrabungen abgesichert haben. Seit Jahrzehnten tauchen immer wieder angebliche Hinweise für die Existenz der Arche auf dem 5100 Meter hohen Ararat auf, doch wissenschaftlich unumstrittene Beweise fehlen bisher. Auch nach der NAMI-Expedition gibt es Zweifel. (Quelle: Tourexpi)
Istanbul, April 2010
Jetzt kommen auch bisherige Türkei-Abstinenzler
Mehmet Ersoy vom türkischen Reiseveranstalter ETS zufolge nützt die Krise in Griechenland und Spanien der Türkei: Nun kommen auch Urlauber, die bisher auf diese Länder geschworen haben, lieber in das Land am östlichen Mittelmeer.
In einem Interview mit der türkischen Tageszeitung Hürriyet verzeichnet Mehmet Ersoy vom türkischen Reiseveranstalter ETS einen Anstieg von durchschnittlich 15 % für Türkeibuchungen aus Europa und einen Anstieg von ca. 18 % aus Rußland. Dabei erwartet man für England sogar Zuwachsraten zwischen 20 und 25 % für das laufende Jahr.
Ersoy macht vor allem den Wunsch nach finanziell gut kontrollierbaren “Alles Inklusive”-Angeboten und die Krise in den Ländern Griechenland, Italien und Spanien für das Entstehen neuer Urlaubergruppen mit dem Ziel Türkei verantwortlich und ist der Meinung, daß die Türkei nun auch Touristen anzieht die bisher der Meinung gewesen waren “Da fahre ich auf keinen Fall hin”.
“Das war bereits letztes Jahr so,” sagte Ersoy der Hürriyet. “Bereits letztes Jahr kamen auch eingefleischte Türkeigegner in unser Land, die jedoch sehr zufrieden zurückgekehrt sind. Bei den neuen Buchungen sehen wir auch die Auswirkungen der Mundpropaganda dieser Neu-Gäste.”
Trotz dieser positiven Erwartungen gibt es doch etliche Punkte, die der türkische Reiseveranstalter zu beklagen hat. So sieht er ein erhebliches Problem in der Kluft zwischen der Qualität der Luxushotels und ihrer Umgebung.
“Wenn man sich die Urlaubsgebiete Antalya, Bodrum und Marmaris betrachtet, haben wir dort Fünfsterne-Hotels, aber eine Umgebung, die höchstens einen Stern verdient. Damit fällt unsere Qualität in den Augen der Besucher auf 3 Sterne. Denn die Gäste machen eine einfache Rechnung: 5 Sterne für das Hotel, 1 Stern für die Umgebung - das macht 6 Sterne, geteilt durch 2 = nur noch 3 Sterne. Damit fallen leider auch unsere Preise.” (Quelle: Tourexpi)
Hamburg, März 2010
Fliegt Turkish Airlines mit Viagra?
“Das Halstuch gehört zu den wichtigsten Accessoires einer Flugbegleiterin. Das orientalisch gemusterte Tuch lockert die blau-weiße Uniform von Turkish Airlines auf.” Mit dieser Bildunterschrift würdigt das Magazin Stern die attraktiven Stewardessen der türkischen Luftfahrtgesellschaft.
Dem aufmerksamen Betrachter des Bildes fällt allerdings ein ganz anderes Detail ins Auge, bzw. es kann nicht fallen, weil es fehlt. Nämlich das Bugrad des Fliegers. Das haben die Werbeleute wohl versehentlich wegretuschiert. Somit wurde das Werbefoto von Turkish Airlines zum Opfer vieler lustiger Kommentare und sorgte in Blogs und Foren für Hohn und Spot. (Quelle: Stern)
Ankara, Feb. 2010
Verhaftung von Militärs spaltet Türkei
Experten sprechen von historischen Umwälzungen in der Machtstruktur der Türkei: Mit der Festnahme von immer mehr ranghohen Offizieren wegen angeblicher Putschpläne steuert das Land demnach auf eine tiefe Spaltung zu. Kritiker werfen Premier Erdogan vor, die Armee als traditionelle Hüterin der Trennung von Religion und Staat zu demontieren. Die Regierung rechtfertigt sich, gegen Umsturzpläne vorgehen zu müssen, und spricht von einer "Europäisierung". Die weitreichenden Befugnisse des Militärs müssten bei einem EU-Beitritt ohnehin beschnitten werden. (Quelle: ORF.at)
Ankara, Feb. 2010
Erneute Staatskrise in der Türkei?
In der Türkei ist der Staatsanwalt und überzeugte Kemalist Ilhan Cihaner verhaftet worden. Er sitzt in Untersuchungshaft. Angeblich sei er Teil eines geheimen Planes der Militärs, der einen Staatsstreich herbeiführen sollte, so die Erklärung des verantwortlichen Antiterrorstaatsanwalts. Dieser hatte die Rückendeckung vom Justizminister.
Die Presse spricht bereits davon, dass die Türkei sich am Rande einer Staatskrise befinde. Nach seiner Verhaftung solidarisierten sich viele Richter und Staatsanwälte mit Cihaner. Es sei eine Auseinandersetzung zwischen der religiös-konservativen Regierung und der kemalistisch-weltlich ausgerichteten Justiz, berichten Medien.
Inzwischen hat der für die Einsetzung der Richter und Staatsanwälte zuständige Hohe Rat, den Antiterrorstaatsanwalt und drei weiter Staatsanwälte von ihren Aufgaben entbunden. Sie sehen in dem Vorgehen gegen Cihaner einen Rechtsbruch und verlangen den Rücktritt des Justizministers.
Die AKP könnte schon bald Ärger mit einem anderen Robenträger bekommen, der sich in der Rolle des Oberaufsehers über die Politik gefällt. Generalstaatsanwalt Abdurrahman Yalcinkaya, der die Erdogan-Partei bereits vor zwei Jahren vor das Verfassungsgericht zerrte, um sie verbieten zu lassen, feilt an einem neuen Versuch. Im Jahr 2008 beließ es das Gericht bei einer Verwarnung an die AKP - nun geht Yalcinkaya dem Verdacht nach, die Regierungspartei habe die Justiz unter Druck gesetzt.
“Wenn es ein neues Verbotsverfahren gibt, setzen wir sofort Wahlen an”, sagte ein AKP-Führungsmitglied deshalb. In diesem Fall könnten die Türken noch im Laufe dieses Jahres zu den Urnen gerufen werden.
(Quelle: euronews / Der Tagesspiegel)
Istanbul, Feb. 2010
Großer Basar wird endlich restauriert
Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Istanbuls, der unter Urlauber sehr beliebte Große Basar, soll nun für eine Summe von 14.800.000 TL restauriert werden. Die Arbeiten sollen innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden.
Der Große Basar von Istanbul, 1461 gegründet, gilt als das „erste Einkaufszentrum der Welt“ und besitzt auch heute nicht nur für Touristen, sondern auch für die Bevölkerung der Stadt eine hohe Bedeutung. Allerdings hat man sich in der Vergangenheit viel zu wenig um den Erhalt des Großen Basars gekümmert. „Bis heute haben sich weder die Inhaber der Gebäude, noch deren Mieter oder auch zuständige Institutionen um den Erhalt der Anlage gekümmert, sondern diese vielmehr weitgehend ihrem Schicksal überlassen,“ beklagt Mustafa Demir, Bürgermeister des Istanbuler Stadtteils Fatih.
Damit soll es nun ein Ende haben: Zum baulichen Schutz des Großen Basars sollen nun ca. 7 Millionen Euro eingesetzt werden. Dabei sollen auch Probleme wie Sicherheit, Heizung der Gebäude, Wasser- und Stromversorgung des Gebäudes gelöst und damit auch eventuellen Unglücksfällen vorgebeugt werden. (Quelle: Habeler.com)
Hamburg, Feb. 2010
Türkei auf der Überholspur
Österreich und Griechenland sind schon überrundet, Italien fällt wohl dieses Jahr. Nur Spanien hält sich noch tapfer: Die Türkei holt in der Urlaubsgunst der Deutschen weiter auf. Das ist ein Ergebnis der 26. Deutschen Tourismus-Analyse, die im Februar in Hamburg vorgestellt wurde. (Quelle: FVW)
Dorukkaya, Jan. 2010
Türkische Skigebiete per Livekamera betrachten
Die türkischen Skigebiete werden immer besser ausgebaut und somit auch für Skifahrer aus Europa immer interessanter. Nun präsentiert sich mit dem Skigebiet Dorukkaya auch das erste unter ihnen live per Kamera im Internet. Wie die türkische Presse meldet, können Interessierte das Skigebiet Dorukkaya nun unter der Adresse http://www.kayatourism.com.tr/tr/Dorukkaya_Sifregiris.html live per Webcamera betrachten. Dorukkaya liegt auf dem halben Weg zwischen den Metropolen Istanbul und Ankara am Gebirge Kartalkaya. Dort bietet das Dorukkaya Ski & Mountain Resort auch den ersten von Österreichern konzipierten Snowpark mit vielen attraktiven Angeboten für Snowboarder. Daneben stehen dort den Skifahrer 8 Skilifte und 12 Pisten zur Verfügung. Das Skigebiet erfreut sich seit einiger Zeit einer guten Nachfrage durch russische und holländische Wintersportler. (Quelle: Tourexpi)
Wien, Jan. 2010
Türkei blockiert 3.600 Internetseiten
Türkischen Internetnutzern wird der OSZE zufolge der Zugang zu rund 3700 Websites verwehrt - darunter zu Angeboten wie YouTube. Die Gründe dafür seien willkürlich und politisch motiviert, kritisierte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Europas führendes Aufsichtsgremium für Sicherheit und Menschenrechte mahnte bei dem EU-Aspiranten Reformen an. So müsse das Internetgesetz geändert oder abgeschafft werden, forderte die OSZE. Damit solle die Türkei ihr Engagement für die von der OSZE geforderte Rede- und Meinungsfreiheit unterstreichen.
Obwohl natürlich gegen bestimmte Inhalte wie Kinderpornografie vorgegangenen werden müsse, sei das türkische Internetgesetz dafür nicht geeignet, erklärte die OSZE. Durch das Sperren ganzer Internetseiten würden in der Türkei zahlreiche moderne Kontakt- und Dateitauschnetze gelähmt.
Die Europäische Union (EU) sorgt sich um die Medienfreiheit in dem Land, dass in die Staatengemeinschaft strebt. Zuletzt hatte der milliardenschwere Steuerstreit der Regierung in Ankara mit dem heimischen Medienkonzern Dogan Yayin - dem Verleger des Massenblatts "Hürriyet" - für Schlagzeilen gesorgt. (Quelle: der Standard)
Düsseldorf/Braunschweig, Jan. 2010
Blue Wings verliert erneut die Fluglizenz
Das LBA (Luftfahrtbundesamt) hat der Fluggesellschaft Blue Wings erneut die Betriebserlaubnis zum Transport von Passagieren entzogen. Der Entzug der Lizenz wird damit begründet, daß die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht mehr gewährleistet sei. Aus dem gleichen Grund war Blue Wings im Frühjahr 2009 schon einmal für einige Wochen die Betriebsgenehmigung entzogen worden. Bereits im letzten November konnten nur 50% der Gehälter ausgezahlt werden und für den Dezember stehen die Lohnzahlungen komplett aus. Die Misere sei auf die angespannte Lage in der Luftfahrt sowie einem Gerangel zwischen den Eigentümern zurückzuführen, so ein Sprecher des Unternehmens. Ob es nun das endgültige Aus der Fluggesellschaft bedeutet, ist noch offen. (Quelle: LBA, Prima Türkei)
Wien, Jan. 2010
100 Urlaubs-Euro sind in der Türkei 149 Euro wert 100 „Urlaubs-Euro“ sind in diesem Frühjahr in der Türkei 149, in der Schweiz hingegen nur 79 Euro wert. Das hat die Bank Austria errechnet. Günstige Reiseländer für Urlauber aus dem Euro-Raum sind diesen Frühjahr auch Ungarn (139), Kroatien (129), England (118) und die USA (113). Wie Nachrichten.at berichtet wurden Südafrika, Brasilien, Australien und Neuseeland deutlich teurer als im Vorjahr. Dafür ist die Aufwertung der Währungen im Vergleich zum Euro, aber auch die Preisentwicklung in diesen Ländern verantwortlich.
Istanbul, Oktober 2009
ADAC nun auch in der Türkei
Bereits seit 1993 zusammen mit der türkischen Firma IKS mit einer Notstation in der Türkei vertreten, plant jetzt die ADAC den Aufbau eines Tochterunternehmens mit landesweitem Notruf - und Abschleppdienst. Die Verwirklichung des Projekts startet in der Großstadt Istanbul und wird sich landesweit ausbreiten. Um schneller an Ort und Stelle zu sein, wurde eine eigene Notruf Nummer der ADAC für der Türkei eingesetzt. Sie lautet: 444 2322. (Quelle: tourexpi)
Ankara, Oktober 2009
Für Hausbesitzer zu beachten
Da die Türkei zu den erbebengefährdeten Gebieten gehört, kann es doch schon mal zu erheblichen Vermögensschäden kommen. Das hat die Regierung veranlaßt, eine Erdbebenversicherung für alle Haus- und Wohnungseigentümer zur Pflicht zu machen. Den Abschluß einer solchen Versicherung muß sich jeder Eigentümer - unter Vorlage der Police - von der Gemeinde in der “Iskan” beglaubigen (abstempeln) lassen. (Quelle: Habeler.com) Bist Du auch betroffen?
Ankara, Oktober 2009
Das betrifft auch Residenten
Das türkische Parlament in Ankara arbeitet zurzeit an einem neuen Mietgesetz. Vorgesehen ist, daß
- Kautionen höchstens drei Monatsmieten betragen dürfen.

- wenn der Mieter seine Stromrechnungen nicht bezahlt, der Vermieter dann den Mietvertrag kündigen kann.
- Mietverträge dann nur noch mit der Unterschrift des Ehepartners abgeschlossen oder gekündigt werden können.
- der Vermieter bei Eigenbedarf naher Angehöriger den Mietvertrag kündigen darf.
- eine jährliche Mieterhöhung höchstens der Inflationsrate entsprechen darf.
- dem, der einen Vertrag für fünf Jahre oder länger hat, nur eine angemessene Mieterhöhung zugemutet werden kann.
- wenn der Mietvertrag mindestens zehn Jahre bestanden hat, für beide Seiten eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten zu gelten hat.
- jeder Mieter verpflichtet ist, Ruhestörungen oder Belästigungen anderer Hausbewohner zu unterlassen.
- wenn der Mieter die Hausordnung nicht beachtet, der Vermieter den Mietvertrag fristlos kündigen kann.
(Quelle : Prima Türkei) Und wie ist Deine Meinung dazu?
Ankara, September 2009
Flughafen für Demre? Mit Hochdruck arbeiten Politiker aus Ankara und die Verantwortlichen der lokalen Politikergilde an einem Projekt, das einen Flughafen für die Region Demre (Kale), Kas und Kekova vorsieht. Mit diesem Flughafen soll die lange Transferzeit (bisher von Antalya, bzw. Dalaman) erheblich verkürzt sowie der Tourismus in den vorgenannten Gebieten ausgebaut werden. (Quelle : antalya.de)
Zaragossa, September 2009
Antalya wird 2016 Expostadt
Große Freude bei allen Beteiligten in Antalya. Am 16.9.2009 erhielt Antalya im spanischen Zaragossa den Zuschlag für die Ausrichtung der Expo im Jahre 2016. Darauf ist man nun besonders stolz und rechnet mit vielen zusätzlichen Besuchern aus allen Teilen der Welt. Da erfahrungsgemäß eine sechs Monate dauernde Internationalen Ausstellung etwa 8 Mio. Besucher anlockt. Es sind zwar noch ein paar Jahre bis 2016, aber die Masterpläne werden schon geschmiedet. (Quelle : antalya.de)
München, 23. Juli 2009
Der Handtuchkrieg stößt in neue Dimensionen vor
Und dafür hat der (ehemals britische) Reiseanbieter Thomas Cook mit einem “Upgrade” gesorgt. Denn ab sofort können sich die Urlauber bereits bei der Buchung die Liegen an Pool und Strand reservieren lassen. Allerdings nicht für lau! Pro Tag und Nase kostet die Reservierung 3 Euro. Ob darin auch die Auflage enthalten ist? Bei Briten und Russen stößt dieses Angebot dagegen sauer auf. Denn es wird nur in Deutschland angeboten. Und sie kommen sich vor wie der Hase beim Märchen vom Hasen und dem Igel. Da kann der Hase noch so früh an den Pool / den Strand flitzen - der deutsche Igel ist schon da! (Quelle : Focus Online)
Ankara, Juni 2009 Übergangsfrist für das Rauchverbot in Hotels und Gaststätten wird nicht verlängert Das bereits 2008 beschlossene Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen und auf überdachten Flächen findet per 19. Juli 2009 auch vollständig in Restaurants, Gaststätten und Hotels Anwendung. Eine Verlängerung der Übergangsfrist für diese Einrichtungen wird nicht in Erwägung gezogen, da genügend Zeit vorhanden war, die Betriebe auf diese Situation vorzubereiten. Die Bußgelder (60 TL für Einzelpersonen und bis zu 6.000 TL für Betriebe) für die Mißachtung des Rauchverbots werden dann konsequent verhängt. Selbst das Wegwerfen von Zigarettenkippen und -schachteln wird mit 20 TL geahndet. Bemerkenswert ist, daß das Rauchen auf allen ü b e r d a c h t e n Flächen verboten ist. Also auch auf Terrassen mit Markisen, unter Sonnenschirmen, o. ä. Somit bleibt den rauchenden “Kahve”-Besuchern nur die Möglichkeit, sich mit den Stühlen auf den Gehweg zu begeben. Im Sommer mag das ja noch gehen. Aber in der kühlen Jahreszeit!? (Quelle: tourexpi)
Ankara, Jan. 2009 Ab 1.1.2009 gelten höhere Strafen bei Verkehrsverstößen Auch in der Türkei geht man inzwischen rigoros gegen Verkehrssünder vor und die für unsere Verhältnisse geringen Geldbußen haben ihre Wirkung bisher nicht verfehlt. Türkeiurlauber die regelmäßig im Land weilen, haben die Zunahme an Geschwindigkeitsmessungen und Verkehrskontrollen sicherlich auch feststellen können. Ebenso die etwas gesittetere Fahrweise der Ureinwohner. Trotzdem wurden per 1.1.2009 die Strafen bei Verkehrsverstößen erneut angehoben. So wird ein Verkehrsteilnehmer, der das Rotlicht einer Ampel mißachtet mit 128 TL zur Kasse gebeten. Fahren ohne Führerschein bedeutet 270 TL Strafe, Fahren ohne Gurt sowie telefonieren während der Fahrt wird mit 62 TL bestraft und das Fahren unter Alkoholeinfluß kostetbeim ersten Verstoß 548 TL und beim 2. Verstoß bereits 687 TL. Auch für Schnellfahrer wird es teurer. Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit bis zu 30 % kosten 128 TL und wer noch schneller unterwegs ist (über 30 %) zahlt 265 TL Strafe. (Quelle : Prima Türkei, Habeler.com)
Ankara, Jan. 2009 Hotels sollen einheitlichen Standards unterworfen werden Um die unterschiedlichen Standards zu beseitigen, werden die Hotels in den Urlaubsorten unter die Kontrolle des Ministeriums für Kultur und Tourismus gestellt. Diese neue Regel wird in 2009 erst einmal in einigen Regionen gestartet. Betroffen sind die Urlaubsgebiete Side, Alanya, Marmaris, Bodrum und Istanbul (Eminönü). Die bisherige Regelung, daß die Kommunen für die Zulassung und Kontrolle der Hotelanlagen zuständig waren, hat teilweise dazu geführt, daß qualitativ minderwertige Unterkünfte höher eingestuft wurden. Das Ministerium hat (beginnend in der Pilotgebieten) einen Anforderungskatalog aufgelegt, der die vorgegebenen, einheitlichen Standards gewährleisten soll. Hotelanlagen, die diesen Anforderungen nicht gerecht werden, müssen mit Schließung rechnen. Das Ministerium will durch diese Maßnahme das Image verbessern und den Urlaubern die Garantie bieten, auch das zu bekommen, was sie gebucht haben. Aber ob die Beschwerden der mit überzogener Erwartungshaltung angereisten uninformierten Billigurlauber dann weniger werden?! Hier sind die Reiseveranstalter gefordert, auf die kulturellen Unterschiede hinzuweisen, wollen sie sich nicht ständig das Genöhle anhören. Da die komplette Umsetzung sehr aufwendig ist, wird erst einmal in den genannten Pilotgebieten begonnen. (Quelle: Habeler.com)
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