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Von Antalya über die Berge nach Kemer
Wir waren zwar in Avsallar, trotzdem reizte es uns, wieder einmal in Kemer vorbei zu schauen. Schließlich haben wir uns auch dort im Urlaub sehr wohl gefühlt. Außerdem waren wir neugierig, inwieweit sich der Ort verändert hat.
Also fuhren wir mit einem gemieteten Fahrzeug von Avsallar nach Antalya - mit einer Stippvisite in Perge - um von dort über die Berge nach Kemer zu gelangen. Auf dem Autobahnring von Antalya folgten wir der Beschilderung Kemer, bis wir den ersten Hinweis auf Altinyaka bemerkten. Diesen Hinweisen folgten wir von nun an und diese führten uns durch alte, gewachsene Vororte von Antalya direkt in die Berge. Der, für türkische Verhältnisse gut ausgebauten Strasse folgten wir durch viele Kurven und Serpentinen den tief hängenden Wolken entgegen. Schon nach wenigen Kilometern bot sich ein “Parkplatz” an, um noch einen letzten Blick auf Antalyas Küste zu erhaschen. Trotz diesigem Wetter, war der Überseehafen gut zu erkennen. Lediglich die Sicht auf die Bergspitzen über uns waren durch tief hängende Wolken, die der Wind vom Meer in die Berge trieb, versperrt. Nach einigen Schüssen mit der Kamera ging es weiter in die Berge hinein. Vorbei an alten, in saftigem Grün stehenden Zedern; durch kleinere Ortschaften und Hochtälern. An einem weiteren Haltepunkt mit herrlicher Aussicht auf die gegenüberliegende Seite des breiten Tales lasen wir einen Ureinwohner auf, den wir bis zur Ortschaft Hisarcandir mitnahmen.
Dieser Teil des Taurus präsentierte sich völlig anders, als die Berge hinter Avsallar oder Alanya. Die Täler waren hier viel breiter, die Felsen weniger schroff. Es wirkte eher wie ein Mittelgebirge, denn als Hochgebirge, welches immerhin bis über 2.300 m anstieg.
Auffällig war während der ganzen Fahrt, daß viele neue Wohnhäuser entstanden sind und noch entstehen, welche sich krass von den alten, baufällig aussehenden Bauernhäusern abhoben. Sicherlich liegt der Bauboom darin begründet, daß viele Bewohner vom Tourismusgeschäft profitieren, weil sie in einem der Hotels Arbeit gefunden haben. Die Gegensätze waren besonders in der Ortschaft Ücoluk ausgeprägt.
An der Abzweigung nach Kemer hielten wir ebenfalls an, weil es auch hier ein schönes Postkartenpanorama zu bewundern gab. Der Blick auf den Tahtali (2.318 m - auch lykischer Olymp genannt) und das Gül Mountain Hotel, nahe der Ortschaft Ovacik mußte fotografisch festgehalten werden. Dann folgten wir der Teerstrasse Richtung Kemer. Vorbei an Gedelme - hier stehen die uralten (500 Jahre ?!), dicken Plantanen (siehe Jeepsafari) sowie eine Burgruine - erreichten wir nach vielen, vielen Kurven und Serpentinen die alte Römerbrücke in der Kuzdere- Schlucht die der Agva Dere in den Fels gegraben hatte Diese Brücke - wie auch das Ausflugslokal - hatte im letzten Winter aufgrund der starken Regenfälle arg gelitten. Es wurde fast alles zerstört, was sich unterhalb der Brücke befunden hatte. Selbst die hölzernen Bohlen auf der Brücke wurde durch die Fluten fortgerissen. Daß die Strasse ebenfalls an vielen Stellen fortgespült wurde, ist aufgrund der Tiefe der Schlucht fast unvorstellbar. Aber Tatsache! Nachzulesen auf der Homepage von Ina und Joe.
In Kemer angekommen besuchten wir “unser” Goldgeschäft Jasmin - Leo war sogar anwesend - und tranken dort einen “cay”, schlenderten anschließend zum Hafen und wanderten die Uferpromenade entlang. Außer einigen wenigen Osteuropäern haben wir noch nicht viel vom Urlaubstrubel gesehen. Einige Hotels waren noch zu, andere hatten gerade erst aufgemacht. Insgesamt war es in Kemer noch ruhig. Und im neu renovierten “Grand” Lukullus (drei Sterne) waren die Arbeiten noch nicht einmal abgeschlossen.
Auch in Göynük, unsere nächste Etappe, hatte die Saison noch nicht begonnen. Die Strasse von der Küste zum Ort (zwischen den Hotels Queen Elizabeth und dem Prestige) war zwar völlig neu gestaltet, aber jetzt ohne jegliche Atmosphäre. Diese Einkaufsstrasse lud nicht mehr zum flanieren ein. Es wirkte jetzt sehr steril.
Von Göynük fuhren wir dann auf direktem Weg über Antalya, Serik, Manavgat nach Avsallar zurück.
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