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Die türkische Riviera und Ägäis sind vom Wetter begünstigt.
Die Taurus-Gebirgskette erstreckt sich in ostwestlicher Richtung parallel zum Mittelmeer und bringt somit schmale Tiefebenen hervor, die an drei Seiten von Bergen umgeben und im Süden zum Meer hin offen sind. An manchen Rändern, wo die Berge steil und direkt ans Meer stoßen, bildeten sich kleine, natürliche Buchten und Halbinseln. Der Boden der Tiefebene besteht aus Konglomerat, Schwemmland und Travertinfelsen. Die Taurusberge bestehen überwoegend aus Kalkstein, und da sich durch radikale Abholzung eine Karstlandschaft gebildet hat, gibt es zahlreiche tiefe Täler, Höhlen, Spalten und Schluchten.
Da das Gebiet nicht den kalten Nordwinden ausgesetzt ist, herrscht hier das im Sommer heißtrockene und im Winter warmregnerische, typische Mittelmeerklima. Im Jahr scheint die Sonne zehn Monate lang, und die Temperaturen in den Monaten Juli und August steigen teilweise sogar über 45 ºC. Die vom Meer her wehenden, leichten, sommerlichen Meltem-Winde und die vom Land her wehende Poyraz-Nordostwinde gewähren etwas Erleichterung in dieser Hitzeperiode.
Der Schwemmboden in den Tiefebenen eignet sich gut für die Landwirtschaft, wobei mehrere Ernten im Jahr möglich sind. Gemüse, Obst und in Glashäusern (wegen möglicher Unwetterschäden) gezüchtete Schnittblumen sind Exportgüter. In Gebieten, die den lauwarmen Mittelmeerwinden ausgesetzt sind, wachsen Apfelsinen, Mandarinen, Zitronen und Pampelmusen in zahlreichen Obstgärten. Bananen und Avocados werden im Osten (ab Region Incekum) geerntet. Als industriell verwertbare Pflanze wird Baumwolle angebaut, und die Baumwollverarbeitungs-, Egrenier- und Textilfabriken verfügen über einen bedeutenden Marktanteil innerhalb der Türkei.
Auf den Hochebenen und Almen im Gebirge werden Äpfel, Birnen, Quitten, Kirschen, Trauben und Sesam (siehe die vielen dunkelbraunen Stiegen im Herbst auf den Feldern) angebaut.
Die Pflanzenwelt in dieser Region gestaltet sich folgendermaßen: In einer Höhe bis 300 m über dem Meeresspiegel wachsen an feuchten Stellen Büsche und kleine, stämmige Bäume wie Oleander, die in ihrer Gesamtheit im Türkischen Maki genannt werden, Scharlacherdbeere, Sandelholz, Erdbeere, Myrte, Zedrach, Lorbeer, Keuschlamm, Johannisbrot, Stechginster und Euphorbie. Weiterhin sind wilder Thymian, Salbei, Safran-Krokus, Mannstreu, weißer Affodill, echter Spargel, Brombeere, Chrysantheme und vereinzelt die Baumarten Eiche, Ahorn, Holzbirne, Olive und Linde anzutreffen. Nach 300 m kann man auf Fichten- und Eichenwälder und an feuchten Stellen auf Eukalyptus treffen. Nach 1.200 Metern beginnen Wälder mit Zedern, Tannen, Kiefern, Wacholder und Buchen.
Auf der Hochebene nördlich des Taurusgebirges (z.B. Konya) wird in ca. 1.000 m Höhe Weizen, Kartoffel, Zuckerrübe und Kürbis (wegen der Kerne) angebaut. Auch gibt es einige Gegenden, wo hervorragender Wein kultiviert und gekeltert wird (Ägäis, Kappadokien).
Die regionale Fauna ist besonders für den Jagdtourismus geeignet. Innerhalb des Taurus- Gebirges ist es in bestimmten Gebieten erlaubt, Dammhirsche, Bezoarziegen und Rehe zu jagen. Wölfe, Füchse, Braunbären, Steinmarder, Wildschweine, Wildkatzen und Schakale sind häufig anzutreffende, wild lebende Tiere. Rebhühner, Wachteln, Wildtauben, Amseln, Waldschnepfen, Halsbandfrankoline und Wildenten gehören zu den jagdbaren Vögeln. Bis vor kurzer Zeit gab es auch noch den Taurusleoparden.
Aber auch Angler kommen auf ihre Kosten. Denn das Taurus-Gebirge ist berühmt für den Grida genannten Fisch; daneben gehören Goldbrassen, Stöcker oder Bastardmakrelen, Geißbrassen, Schnauzenbrassen, Meeräschen, rote Knurrhähne, Wittlinge / Merlane, Bonitos, Streifenbarben, Horn- oder Nadelhechte, Rotbrassen und rote Meerbarben zu den bedeutenden Fischarten, und große Taschenkrebse, Hummer, Sandgarnelen, Polypen und Miesmuscheln sind als weitere Meerestiere zu nennen. Ausserdem wird an vielen Stellen im Meer Fischzucht mit Thunfisch, Meerbarschen und Meeräschen betrieben. In den Flüssen Eşen, Dim, Köprü-çayi, Manavgat, Ak-çayi, Alara und Ulupinar-çayi werden Süßwasserfische geangelt. Besonders berühmt sind die Fischrestaurants, die ihre Tische im kleinen Fluß Dim (in der Nähe von Alanya) oder in Ulupinar am gleichnamigen Fluss (Nähe Kemer) aufgestellt haben. An vorderster Stelle bei den Süßwasserfischen rangieren Dickkopf oder Döbel, Flussbarsch, Karpfen, Spiegelkarpfen, Flussaal, ein Gökçe genannter Fisch und Schleien. Neben den Seen und Flussbetten in den Taurusbergen befinden sich zahlreiche Forellenzuchten und -restaurants.
Links siehst du einen türkischen Blanko-Angelschein. Drucke ihn dir aus. Klebe ihn auf eine Pappe o.ä., male ein Bild von dir in den Bereich Fotograf wenn du kein Foto zur Hand hast und schreibe deinen Namen darunter. Fertig ist dein Angelschein für die Türkei. Zumindest für Flüsse, Seen und Meeresküsten. Denn für die eben genannten Gewässer benötigst du - auch als Ausländer - keine amtliche Genehmigung. Also, nimm eine Schnur mit Haken oder Blinker, oder eine teure Ausrüstung, stell dich an ein x-beliebiges Gewässer und versuche, es leer zu fischen. Einen amtlichen Angelschein benötigst du erst, wenn du auf Hoher See angeln willst. Und den bekommst du beim Minister für Landwirtschaft und Gemeindeangelegenheiten. Ableger dieses Ministeriums inkl. der Abteilung für Gewässer findest du in jeder größeren Stadt. Dieser Angelschein kostet z.Z. 55 Lire für Ausländer (Türken zahlen 15 TL) und er gilt für 2 Jahre.
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