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Bodrum,
das antike Halikarnassos, ist vor allem berühmt durch das Mausoleum, ein Grabmale, das sich der persische Satrap und König von Karien Mausolos noch zu Lebzeiten errichten ließ. Das „Mausoleum“ galt als eines der sieben Weltwunder der Antike. Es wurde vermutlich durch ein Erdbeben zerstört; Reste des Baus sind im Johanniterkastell St. Peter verbaut. Einige der Skulpturen wurden ins Britische Museum nach London gebracht. Nach der Zerstörung durch Alexander den Großen erlangte Halikarnassos nie mehr seine frühere Bedeutung. Die Burg St. Peter wurde 1420 von Kreuzrittern errichtet und fiel 1523 den Osmanen kampflos in die Hand, als die Johanniter Rhodos aufgaben. Unter den Osmanen wurde sie bis ins 20.Jahrhundert als Verbannungsort genutzt. In der frühen Neuzeit sank Bodrum zu einem unbekannten und abgelegenen Fischerdorf herab. Den Anstoß zu seiner heutigen Entwicklung als Erholungsort und Künstlerkolonie gab der Dichter und Maler Çevat Şakir. Selbst nach Bodrum verbannt, versammelte er seine Künstlerfreunde um sich, begründete die „Blauen Reisen“ mit den ortsüblichen Gulets, kreierte das inzwischen typische weiß gestrichene Flachdachhaus mit den charakteristischen Dachecken. So wurde der „Fischer von Bodrum“ zum Begründer des heutigen Touristenbooms und des Ortes und der gleichnamigen Halbinsel. Das äußerst sehenswerte Unterwassermuseum befindet sich im Kastell von St. Peter. Prunkstück ist ein Schiff aus der Bronzezeit, das Wrack von Uluburun, das samt Fracht und Ausstattung gehoben wurde. Nach Ansicht von Archäologen war es beladen mit Geschenken der ägyptischen Pharaonin Nofretete an den König der Hethiter. Aus der Antike erhalten blieben das Myndos-Tor mit Teilen der Stadtmauer, ein Theater am Berghang mit der südlichen Ägäis als Prospekt, sowie einige Tempelreste und im ganzen Ort verteilte Spolien. Bodrums charakteristische weiße Häuser ziehen sich ringsum an den Hängen hoch. Die Bühne bildet der ideale natürliche Hafen mit der vorgelagerten Kreuzritterburg. Das Kastell von St. Peter ist fast vollkommen erhalten und kann sich mit den prächtigsten Ritterburgen Europas wie Chillon oder Château-Gaillard messen, ihre Wehre und Türme sind teils fränkischer, teils türkischer Herkunft. Noch heute beherbergt sie reichen figürlichen Schmuck diverser Epochen. Dank seiner Lage und dem warmen, aber windreichen Mittelmeerklima erfreut Bodrum sich wachsenden touristischen Zustroms, dem die ganze Gegend ihren wirtschaftlichen Aufschwung schuldet. Die Sommergäste kommen vor allem aus Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und in wachsender Zahl aus osteuropäischen Ländern wie Serbien und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Viele Familien aus Istanbul und Ankara verfügen hier über ein Sommerhaus und betrachten die Stadt als ihre Ferienresidenz. Bodrum ist berühmt ob seines kristallklaren Meerwassers, seiner Strände, seiner idealen Bedingungen für Surfen, Tauchen und alle Arten des Wassersports. Am Hafen ballt sich Handel und Wandel, liegen die Gulets vertäut, reihen sich die Bars und Discos und hinter ihnen in den engen Gäßchen, deren Geometrie wohl mehrere Jahrhunderte alt ist, die Krämerviertel. Bodrum selbst schmückt sich auch gerne mit dem Beinamen "Das Nizza der Türkei". Bodrum liegt etwa 30 km vom Flughafen Milas – Bodrum entfernt.
Milas ist eine Stadt in der Provinz Muğla an der Hauptstrasse von İzmir nach Bodrum, 20 km vom Flughafen Milas - Bodrum entfernt. Die Stadt hat einen bekannten Wochenmarkt, der Touristen nicht nur einen malerischen Anblick bietet, sondern auch Quelle erstklassiger und preiswerter Olivenöle ist. (Die Umgebung ist ein einziges Olivengebiet). Sehenswert sind neben alten türkischen Häusern, Handwerkerläden und Karawansereien zwei Moscheen aus dem 14. Jahrhundert, eine davon mit Giebelminarett (Orhan Bey Camii, 1330), ein römisches Grabmal, ein über 500 Jahre altes Hamam und ein archäologisches Museum mit Stücken aus vorklassischer, klassischer, hellenistischer, römischer, byzantinischer und osmanischer Zeit. In der Antike trug die Stadt den Namen Mylasa. Sie war die erste Hauptstadt des karischen Königs Mausolos, bevor dieser seinen Sitz nach Halikarnassos, dem heutigen Bodrum verlegte. Sehenswert in der Umgebung sind Labranda, eine alte Kultstätte in den Bergen, Euromos nahe der Strasse nach Selimiye in einem Olivenhain gelegen - einer der besterhaltenen Tempel in weiter Umgebung (die Hälfte der einst 32 korinthischen Säulen stehen noch), sowie am Ostrand des Ortes auf einem Vulkankegel Peçinkale, Burg eines vorosmanischen Clans, der einst Südwestanatolien beherrschte. Etwas weiter in Richtung Izmir der Bafasee und das Latmosgebirge mit zahlreichen nicht leicht aufzufindenden Sehenswürdigkeiten.
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