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Ferienregion Bodrum - das türkische St. Tropez
Lage: Südtürkei / Ägäis Zeitzone: MEZ + 1 Stunde Flugzeit: Frankfurt - Milas/Bodrum ca. 3 Stunden Die beste Reisezeit: Anfang April bis Juni und September / Oktober. Wer im Juli oder August dort Urlaub macht, darf sich über die Hitze nicht beklagen.
Die Ägäis, türkisch Ege Denizi, ist ein Abschnitt des Mittelmeers, zwischen Griechenland und der Türkei gelegen. Sie gilt als Wiege zweier großer antiker Kulturen, Kreta und Griechenland. Später herrschten in der Ägäis Perser, Römer, Byzantiner, Genuesen und Venezier sowie Osmanen. Heute gehört die Ägäis zum größten Teil wieder zu Griechenland, aber auch zur Türkei. Die türkische Region nennt sich Ege. Die Küstenlandschaft ist durch Inseln, Halbinseln, Buchten und Kaps gegliedert. Charakteristisch für die Küstengebiete der Ägäis sind die Berglandschaften mit Ihren Klippen, Buchten und vorgelagerten kleinen Inseln. Dies begünstigt, daß Westwinde vom Meer weit ins Binnenland eindringen und ein ausgeglichenes ozeanisches Klima mit heißen Sommern und milden Wintern schaffen. Obwohl die natürliche Vegetation des Mittelmeerraums spätestens seit der Antike weitgehend zerstört wurde, denn ehemalige Waldgebiete wurden fast vollständig gerodet, bietet sich dem naturinteressierten Reisenden eine vielfältige Flora und Fauna: Ausgedehnte Olivenanpflanzungen prägen heute das Landschaftsbild, Orchideen sind oft zu bestaunen und auch viele Reptilien und Insekten fühlen sich an der Ägäisküste heimisch. Nur in unzugänglichen Gebieten finden sich noch Reste natürlicher Vegetation, wie kleine Parzellen mediterranen Kiefernwaldes, der oft auf Bergkuppen erhalten blieb. Ansonsten sind weite Teile des Küstengebietes von einer Buschvegetation bedeckt, der Macchia, in der wegen der meist intensiven Beweidung dornenbewehrte Sträucher dominieren. Für archäologisch Interessierte ist der gesamte Ägäisraum ein fast unerschöpfliches Betätigungsfeld mit vielen berühmten und auch weniger bekannten Sehenswürdigkeiten. Es gibt aber noch touristisch gar nicht erschlossene Reste früherer Besiedlung! So trifft man bei Wanderungen manchmal unvermittelt auf eine byzantinische Klosterruine oder auf antike Marmorsteinbrüche, in denen noch unfertige Säulen herumliegen. “erfahren” kann man die Region mit einem örtlichen Reiseveranstalter oder auf eigene Faust (Dolmus oder Leihwagen).
Wir waren einmal in dieser Region. Und das auch nur für eine Woche im Oktober 2003. Aber die Erinnerungen an den kleinen, zauberhaften Fischerort Güllük der nur etwa 10 km vom Flughafen entfernt liegt und unser Hotel Corinthia Labranda & Corinthia Güllük wirken noch lange nach. Diesen Ort und natürlich auch das Hotel (es ist das einzige 4-Sterne-Domizil im Ort) werden wir bestimmt noch einmal besuchen - wenn die Angebote der Reiseveranstalter mitspielen. Denn dieses Hotel ist zu empfehlen! Und es hatte mehr als die vier Sterne verdient! Lage: Herrlich für Leute, die keinen Rummel mögen. Vom nahen Flugplatz haben wir nichts mitbekommen. Und bis auf den Verladehafen (der 2007 in eine andere Bucht verlagert wurde) war die Ruhe und Abgeschiedenheit traumhaft. Gäste: aus England, Deutschland, Holland, Österreich (haupts. Westeuropa) Zimmer und Zimmerservice: sehr gut Restauration: erste Sahne (ich sage nur: jeden Abend Wildschwein - Braten! Europäischer Küchenchef?) Sportmöglichkeiten: zwei Tennisplätze, Fitnessraum, Wassersport Strand: eigentlich nicht vorhanden. Terrassenförmig angelegte Liegeflächen am Meer mit zusätzlichem Pool und Strandbar, Leiter und Ponton als Einstieghilfen. Wellness: Hamam, Hallenbad, Sauna Unterhaltung: nicht aufdringlich, im Hauptgebäude eine Disco, mehrere Bars Sprachkenntnisse des Personals: ausreichend bis gut Service: immer freundlich, aufmerksam und hilfsbereit
In dieser einen Woche haben wir nicht nur sonnenbadend und relaxend im Hotel verbracht, sondern sind auch mit dem Dolmus unterwegs gewesen. Wir haben Bodrum und Milas besucht. Haben mit einem Gulet zwei Bootstouren - bei noch 26° Wassertemperatur - unternommen, um ausgiebig im Mittelmeer zu baden, nach Muscheln zu tauchen und die sehenswerte Landschaft und die traumhaften Buchten zu genießen. Heißer Tip: Jeder, der in Güllük Urlaub macht und einen vergnüglichen Tag erleben möchte, sollte sich zum Hafen begeben und bei Mehmet einen Tagesausflug auf der Dönmez 1 buchen. Da uns die Preise im Hamam des Hotels (dem Euro sei Dank) als zu unverschämt erschienen - in Güllük selbst haben wir damals keinen öffentlichen Hamam ausfindig machen können - suchten wir türkische Bäder in den bereits oben erwähnten Orten, um uns verwöhnen zu lassen. In Bodrum stießen wir gleich gegenüber dem Dolmus-Bahnhof auf ein modernes türkisches Badehaus. Die Preise waren akzeptabel und die Anwendungen waren auch so gut, daß wir dieses Haus zweimal besucht haben. Und bei unserem Marktbesuch in Milas ließen wir uns von einem Einheimischen den Weg zu einem traditionellen Hamam zeigen. Dieser Besuch des über 500 Jahre alten Badehauses wurde dann auch zu einem ganz rustikalen Abenteuer (besonders für mich!!). Mit großartigen Wanderungen hatten wir in dieser einen Woche nicht viel am Hut. Es war immer noch sengend heiß. Über 30° C. Uns reichten die Spaziergänge durch Bodrum, Milas und Güllük. Zumal der Anstieg zu unserer Unterkunft auch in die Beine ging und wir den unentgeltlichen Shuttle-Bus unseres Hotels nicht zu jeder Gelegenheit genutzt haben. Bei einem unserer Fahrten nach Bodrum hatten wir ein unvergeßliches Erlebnis mit der türkischen Polizei (Jandarma), als wir vergebens auf einen Anschluß-Dolmus warteten. Diese Begebenheit geben wir immer zum Besten, wenn mal wieder von der sprichwörtlichen Gastfreundschaft der Türken die Rede ist.
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